General Daniels - Gentlemen of Rock


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Get The Party Started

Geschichten

MC Flame Eyes - Seesen 2007

Get the party started - Here we go again


Yo, Man. Es geht wieder los. Die Saison ist gestartet. Vergangenen Samstag haben wir nach langer winterlicher Schaffenspause die Hühner gesattelt. Gig bei die Rockers war angesagt. Im Vorfeld war nicht ganz klar wie der Gig ablaufen würde, weil die ursprüngliche Organisation völlig umgekrempelt wurde, aber soviel vorweg: Volles Haus und High-End Party. Wenn man bedenkt, das die Übungsabende in der letzten Zeit aus verschiedenen Gründen doch recht rar gesät waren, hatte ich im Vorfeld doch einiges an Magengrummen, zumal wir auch ein paar neue Teile einstudiert hatten, die nicht so ganz ohne sind. Auch die letzte Probe vorm Gig war nicht vollzählig besetzt, da unser Tieftöner wiederum andere Verpflichtungen hatte.

Samstag gegen 14:00 Ortszeit Seesen Muckeraum: Treffen, Zusammenpacken, Einladen, Fahrt zum Auftrittsort, Aufbauen. So nüchtern und organisiert wie diese Aufstellung lief es tatsächlich ab. Ohne Stress, mit jeder Menge Hilfe von der Band Pivot (Olli sei hier als namentlicher Verteter der Bandkollegen genannt) und Paule, stellvertretend für die helfenden Hände vom MC Flame Eyes. Rainer, Gösta und Olli hatten routiniert die Anlage verkabelt und das Drum und die Amps mit Mikros bestückt, so das der Soundcheck starten konnte. Alles sozusagen Plug and Play - Da kann sich Microsoft und Konsorten noch ein Stück Software von abschneiden. Apropos
Soundcheck. Wenn man bedenkt, das wir ca. 400 m Luftlinie vom Krankenhaus aufspielen sollten, hatte ich meine Bedenken, aber der Hausherr sagte : "Passt scho'" und Recht hatte er. Gibt's heut halt mal die etwas andere Nachtmusik. General Daniels contra NDR Nachtprogramm.

Heute Abend ist das verschärfte Rock-Programm vorgesehen. Dominante Gitarren und ein neues, härteres Einstiegs-Stück wird die Richtung weisen. So soll es sein: Rock 'n' Roll.
Gegen 19:00 ist wieder Treffen vor Ort und Abwarten wie viele sich als zahlenden Gäste einfinden werden. Außer Mundpropaganda, ein paar Mails und den Einträgen auf der Web-Seite war eigentlich nichts als Werbung vorausgegangen. Normalerweise macht Gösta einen Riesen-Werbefeldzug mit Vorverkaufskarten, so dass wir schon vor Abendkasse wissen, dass die Bude quasi ausverkauft ist. Heute ist alles anders. Ich bin schon geistig auf einen öffentlichen Übungsabend eingestellt, aber dann öffnen sich die Schleusen und Menschentraube um Menschentraube läuft ein und die Bude ist sehr bald sehr gut besucht. Bis 22:00 Uhr haben wir uns noch zu bremsen, da das Tor Richtung Krankenhaus noch offen steht und damit die Lautstärke auf Konserven-Musik beschränkt bleiben muss. Flüssige und Feste Nahrung finden regen Zuspruch und die Stimmung ist gut. Gegen 22:00 ist es dann soweit. Die Band starts to play - ohne mich, denn alte Männer kommen später

Es geht los mit "The Zoo" und "Long live Rock ‚n' Roll" also genau der heftige Einstieg, den wir geplant haben. Vor der Bühne ist
schnell gefüllt und der erste Set geht locker 1 Stunde lang mit lautem Zuspruch über die Bühne. Erfahrungsgemäß steigert sich der Set mit "Rebel Yell" zu einem ersten Höhepunkt um dann alle Beteiligten mit einen groovigen "Perfect Stranger" in die Pause zu schicken. Während dieses Sets beschleicht mich schon das mulmige Gefühl, das sich jetzt die raren Übungsabende rächen. Meine Stimme ist nicht mehr im Training und die bereits gesungenen und die noch vor mir liegenden Stücke sind eh eine echte Ochsentour für die Stimmbänder, selbst wenn diese durch dauerndes Üben geschmeidig trainiert sind. Aber nachdem diese Trainingseinheiten unter Voll-Last ja sehr selten waren und jetzt noch der Rauch aus tausend Mündern dazukommt, lassen sich doch schon im ersten Set vereinzelte Töne erkennen die von mir nicht so "Cocker-like" gewollt sind. Ich glaube die von Gösta permanent angeschmissene Nebelmaschine hilft mir auch nur beding auf der Höhe zu bleiben. Vielleicht sollten wir die Nebelsubstanz die irgendwo aus dem befreundeten Ostblock kommen soll, durch einen etwas identifizierbarere, und auf ihren Ursprung zurückführbare Substanz austauschen.

Pause, Break, Zäsur. Es ist Zeit für eine kühle Blonde aus Einbeck im kleinen Braunen. Alle sehen mich ganz verwundert an ob dieser neuen Obsession, da ich sonst ja mehr auf dunkelrote Italiener oder Franzosen
stehe, aber wie sagt schon der Volksmund "Bier auf Wein, zieh's Dir rein". Ich soll CD's verkaufen aber Claus hat sich den mysteriös aussehenden Koffer mit den tönenden Silberlingen schon gegriffen. Also bleibt mir nur das stille Akklimatisieren nach einem heißen ersten Set. Allerdings immer wieder unterbrochen durch einen kurzen Sprint hinter die Bühne um die Musikberieselung etwas zu manipulieren. Erstes Schulterklopfen und Abklatschen macht sich breit und die freundlich antwortenden Mienen der anwesenden Gäste zeigen deutlich: "Kommt Gut" . Na dann, Vorbereitung auf Teil 2 . Es geht auf 23:20 und Gösta ruft die Akteure zurück in den Ring. Weiter Geht's . Unseren Opener des letzten Jahres benutzen wir um den 2ten Set einzuleiten und schon ist die Spannung wieder aufgebaut. Feuer frei bis wir etwas später zu unserer Neuerung kommen. Das Stück welches wir am spannendsten erwartet haben a) weil wir gespannt sind wie wir es am heutigen Tage zustande bekommen und b) wie es ankommt. Das Resultat: es erfüllt genau den Zweck den wir angestrebt hatten: Wir haben ein neues Highlight für Publikum und Band. Das Wunderding heißt "Black Betty" und besteht sogar aus dem sagenumwobenen Mittelteil der dereinst bei Vollmond unter Zuhilfenahme dunkler Mächte geschrieben und mit dem Opfer einer Ziege, eines blonden, jungfräulichen Hollywood-Superstar-Körperdoubles und einer Tüte Haribo Tropi Frutti geweiht wurde. Der Aufwand des Einstudierens hat sich gelohnt. Nach Black Betty haben wir leichtes Spiel. Der Rest ist Party pur, so dass wir nach dem Rest des Sets und 2 weiteren Zugaben gegen 0:30 unser Tagwerk vollbracht haben. Auch wenn meine Stimme das eine oder andere Mal ihren Dienst quittiert hatte, war der Abend ein reines Vergnügen und als Auftakt für die neue Saison ein gutes Omen. Die Anfragen zwischen und nach den Sets lassen ein reges Rock-Treiben für den Rest des Jahres erahnen. Also, an uns soll es nicht liegen.

Vielen Dank noch einmal an den MC Flame Eyes für die nette Party und an alle denen wir etwas vorspielen durften.

Keep on Rocking


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